belledejour
 

 

Jesses. Da schau ich mangels Arbeit hier mal in mein Blog, und dann das. Mit einem Gänseblümchen bin ich das letzte Mal vielleicht mit sieben verglichen worden. Ich muss wohl wieder dringend an meinem Image arbeiten. Demnächst bieten mir junge Männer ihren Platz in der Ubahn an. Apropos junge Männer: Gestern saß ich da draußen, wo alle in P-berg sitzen und mir gegenüber ein netter Mensch, vielleicht 20 oder so, in so halblangen weiten Hosen, lustigem T-Shirt und rundum Tätowierung am hübschen Oberarm. Ach, dachte ich. Und er starrte mir auf die Brüste. Ach, ach dachte ich, wie angenehm, da war doch was. Aber dann realisierte ich, dass er gar nicht auf meine Brüste, sondern genau dazwischen starrte. Da wo sich dank Pushup, diverser Cremes, Sonneneinstrahlung und Alter, teils hübsche, teils weniger hübsche Falten bilden können. Ein lang gezogenes "Ooooookayyy" ging mir durch den Kopf, so einen hatte ich schon mal, der immer mit seinem Schwanz vor meinem Gesicht und vor allem zwischen meinen Brüsten rumgewedelt hat. Er stand völlig drauf, zwischen meinen Brüsten zu kommen und irgendwann war mir dann auch klar, dass er ausschließlich darauf stand und alles andere (Knutschen, Fummeln, schnöder, klassischer Sex mit Penetration) ihm eine Last war, ein in Kauf genommener Hindernissparcour um am Ende die geliebte Stelle wieder aufsuchen zu können. Mal finde ich so was ja lustig, aber wenn man das Gefühl bekommt, dass man letztlich nur das Anhängsel für eine Brustfalte ist, dann kommt man sich schon ein kleines bisschen blöd vor. Erinnert mich an Karl Kraus, der mal sinngemäß sagte, wie schlimm es doch die Fußfetischisten haben würden, müssen sie doch die Frau, die an dem Fuß dranhängt, aushalten.
Das muss schlimm sein, so ein extremer Fetisch. Ich bin, was meine Fetische angeht, ja relativ einfach. Wie bei einem Büffet mag ich von allem etwas. Mal mehr das eine, mal mehr das andere, aber eine Festlegung gibt es bei mir bisher nicht. Das macht die Wahl des Sexualpartners natürlich etwas schwerer, verlangt man doch eine erhebliche Flexibilität. Da haben es Fetischisten einfacher. Entweder finden sie eine Frau, die sich die Zehenzwischenräume auslecken lassen will, oder eben nicht. Ich kenne welche, die stehen nur auf dünne Frauen, haben aber ihrem seltenen Fetisch zu liebe eine genommen, die eher füllig sind. Das hat man davon, wenn man darauf steht beim Vögeln unflätige, sehr laute Beschimpfungen zu benutzen und nur beim Analverkehr kommen kann.
Es wundert mich immer wieder, wie viele Frauen sich auf die Fetische ihre Kerle einlassen, immer wieder mitmachen, obwohl sie dabei ungefähr dasselbe wie beim Boden scheuern empfinden. Ein achselzuckendes "Ich mach’s halt, weil er Spaß dran hat und damit er nicht rumnervt" lässt mich immer wieder fassungslos werden und der Satz "Du solltest dann auch Geld dafür nehmen" hat nicht immer für eine entspannte Konversation gesorgt, außer einmal, als eine Bekannte dann tatsächlich "Mach ich doch schon" sagte. War im Studium, und sie war ausgerechnet das ruhige, hübsche Blondchen, vielleicht ein bisschen doof. Dachte ich. Ich dachte auch, dass der MX-5 von Papi sei, aber den hatte sie sich zusammen gevögelt. War zwar nur gebraucht, der Wagen, aber immerhin. Die kleine, zierliche Blonde hatte tatsächlich schon mit 17 festgestellt, dass es Männer mit gewissen Bedürfnissen gibt, zum Beispiel Füße, und die sich in einer kleinstädtischen Umgebung nicht trauten. So hatte sie sich erst das Geld für den Umzug zusammen gefüßelt um sich dann in der Großstadt das Geld für das Studium und ihr Leben weiter so zu verdienen. Ich war damals ein wenig neidisch. Wegen der Chuzpe. Hätte ich auch gerne gekonnt, ging aber nicht, weil ich einfach keinen an mich ran lassen kann, den ich nicht mag. Nicht gut für spontanen Gruppensex, aber ich muss jetzt sowieso wieder arbeiten und ein Verhältnis mit dem SysAdmin muss ich nun auch anfangen, damit der nicht meine Logfiles durch die Firma schickt. Aber der sieht auch ok aus. Das lässt sich machen.

Dienstag, 15. Juni 2004, 13:25, von anne | |comment

 
Da isse ja wieder...
...die Sonnenblume, die sündige...arbeite nicht zu viel...

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Sie geht effektvoll voran,
die Arbeit am Image. Ich versteh' leider nicht so viel davon: Aber muss man so ein Verhältnis dann nicht für Jahre aufrechterhalten? Wenn man so lange bleiben will, natürlich.

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