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Nette Kolleginnen

Meine Kollegin ist die mistigste, ekelhafteste, widerlichste, hinterhältigste Dreckschleuder die ich jemals getroffen habe. Nach aussen ein kleiner Sonnenschein, nicht doof, macht gerne Witze über ihren Hintern, was sie auch tun muss, da es sonst andere machen würden. Da kann man einfach nicht umhin. Das sie mit sich und diesem Thema nett umgeht hat sie mir eigentlich am Anfang sympathisch gemacht. Es stellte sich aber schnell raus, dass sie leider, leider, leider ein kleines, dummes, vertrocknetes Mäuschen ist und das Selbstbewußtsein einer nassen Socke hat, aber dazu leider, leider, leider von ihren Erzeugern mit einer großen Portion Bauernschläue ausgestattet wurde. Diese Kombination von fatalen Faktoren wird dann explosiv, wenn es sich dazu um einen durchtriebenen, widerlichen Charackter handelt, der nichts anderes kann, als dass eigene moralische Wertesystem als Maßstab für das Verhalten und das Leben anderer Menschen zu nehmen. Das bringt dann Leute, wie diese Drecksbratze hervor, die Sätze wie "Ach, heutzutage kann ja jeder machen was er will" sagt und dann heimlich bei ähnlich gelagerten Spätentlassungen aus der Landesklinik über diese und jene Verfehlung den Inhalt ihres Kübelmauls ausgießt.

So Leute machen das nie direkt. Wenn ein, in ihren Augen mißliebiger Kollege, mal einen Durchhänger hat, dann kommen Sätze wie "Ach der arme, der braucht mal Ruhe. So unausgeschlafen wie der ist, kann das mit der Arbeit ja auch nix werden. Das geht ja schon lange so." Genau den Satz hörte ich heute über einen Kollegen, der sich gerade seinen Beziehungsfrust runter trinkt.

Sie gehört zu diesen Schlampen, die einen nett anlächeln, die sich in der Firma um dies und jenes kümmern (Weihnachtsfeierwichteln), die ein sonniges Gemüt vor sich herschieben, die irgendwie immer da sind und alle kennen. Und deswegen haben so Sätze dann plötzlich auch Gewicht. Denn was bleibt im Kopf hängen? Nicht das er Probleme welcher Art auch immer hat, sondern dass er mit seiner Arbeit nicht nach kommt. Und das wissen die genau. Und so geht das den ganzen Tag. Alles, was nicht ins Weltbild paßt wird abgemobbt, niedergemacht. Es wird so lange gestichelt, es wird so lange Scheiße erzählt, bis es beim Chef, der Personalabteilung oder sonst wo landet. Ausgang ungewiss. Und wenn der Kerl dann Job und Karriere los ist, dann kommt oft noch ein "Na, der hat hier ja auch nicht unsere Familie gepaßt". Familie. Wenn ich das schon höre.

Wenn ich ja wüßte, dass sie mein Paket bei diesem dämlichen Wichteln bekommen würde, dann wäre da neben Kreide auch ein Vibrator drin, nebst der Anweisung diesen jedesmal zu benutzen, wenn sie auf die Idee kommt, über jemanden zu hetzen. Man kann nur hoffen, dass sie sich von ihrem hundeäugigen Dauerfreund endlich schwängern läßt und dann nur noch die Nachbarschaft terrorisieren kann.

Dienstag, 4. November 2003, 01:29, von anne | |comment

 
ich fürchte, Sie hegen zu viel vertrauen zu vibratoren.

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Wenn ihre Gehässigkeiten beim Chef oder der Personalabteilung landen, ist dann nicht auch für sie selbst der Ausgang ungewiss?

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Und mich auf ihr Niveau begeben? No way. Das schlimme an so Pudding Aussagen ist ja, dass es nur den Unterton gibt, nicht aber etwas, was man wirlich gegen sie verwerten könnte. Steter Tropfen eben.

Das mit dem Vibrator nehme ich zurück. Sie ist ja liiert. Vielleicht ein Kaktus?

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Ich habe mich missverständlich ausgedrückt. Ich meinte, aufmerksame Vorgesetzte könnten selbst den Unterton bemerken, vielleicht aufmerksam geworden durch eine hohe Fluktuationsrate. Oder durch die Kollegen, falls ihnen das Verhalten der Dreckschleuder so bewusst wird wie Ihnen.

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das sollte man meinen
aber merkwürdigerweise haben solche leute meist ein langes leben in einer firma, weil sie es irgendwie schaffen den chef zu blenden. vielleicht durch geziehltes schleimen?

@anne, nett, dass sie der dame ein kind an den hals wünschen :)
das hab ich auch mal getan bei einer mobbenden kollegin, hat auch was genutzt, allerdings erst nachdem ich das handtuch geworfen hab :(

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netter wäre es
zB offen Sympathie für den problembeladenen Kollegen zu bekunden und auch sonst keine Gelegenheit auszulassen, eine auf positiven Grundlagen fußende Solidargemeinschaft voranzutreiben.
Andernfalls begeben Sie sich zu sehr auf das Niveau der gehassten Person.
Vielleicht erfüllt die Kollegin aber ohnehin eine Aufgabe nur zu gut, die es in vielen Gruppen offenbar braucht: die des gemeinsamen Feindes, der die andern zusammenhält.

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offene sympathie
habe ich bei der letzten kollegin versucht.
sie tat mir aber auch wirklich leid, einige ihrer probleme waren bekannt.

dann hab ich dummerweise ein falsches wort zur falschen zeit gesagt und die petze ist gleich zum chef gerannt *seufz*
soviel dazu :(

darum denke ich, dass manchen leuten einfach nicht zu helfen ist. solche dinge gehören einfach in ihr leben. die brauchen das. vielleicht um sich selbst von sich selbst abzulenken?

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menschen, die freiwillig das weihnachtsfeierwichteln organisieren, sind an sich gefährlich.

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Danke Herr Frank, ich hab' mich nicht getraut, es zu schreiben. Sonst hätte es nur wieder geheißen, ich sei ein typisches Exemplar der um sich beißenden Kolleginnen-Ratte.

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mein satz dazu wäre gewesen: wichteln ist eh reiner gesinnungsterrorismus (meine erfahrung damit).

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Gehört nicht hierher, ist aber genauso wichtig
Wie hast du die Referrer in jede Kommentarseite eingebaut? Irgendwie ist mir dieses System noch suspekt...

Für jede Hilfe dankbar,

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Ich ...
... will mich ja nicht einmischen,

aber in diesem Fall wäre ein Pupskissen das bessere Geschenk.
Soll sie doch darüber lustig sein müssen.

Have fun.

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nach dem zweiten satz hab ich aufgehört zu lesen.

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Es freut mich sehr, dass Du Dir die Mühe gemacht hast, mir diese maßgebliche Meinung hier mitzuteilen.

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da lass ich mich nicht lumpen.

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